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Satanshimmel - Die Schwarzen Rituale

Satan: seine Ursprünge, Erklärung und Definition

 

Abbildung: Satan als ein nachdenklicher romantischer Held. Eine Illustration aus Miltons´s Paradise Lost von Gustave Doré. Obwohl Satan die Fledermausflügel des bösen Erzengels hat, steht dies im Gegensatz zu seiner halb menschlichen und halb tierischen Erscheinungsform. Die tierische Erscheinung soll seine Sinnlichkeit und körperliche Leidenschaft zum Ausdruck bringen.

Das Wort Satan leitet sich aus dem hebräischen her und bedeutet der Widersacher, der Ankläger.

In älteren Büchern des Alten Testaments, die vor dem babylonischen Exil im 6. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurden, wird Satan nur als ein Gegner dargestellt:

". . . und der Engel des Herrn trat in den Weg, dass er ihm ein Widersacher (Satan) sei", um Bileam an der Weiterreise zu hindern.

Satan wurde nicht unbedingt als ein übernatürliches Wesen dargestellt. Die Philister weigerten sich, David anzuerkennen, weil sie fürchteten, er werde sich in der Schlacht auf die andere Seite stellen und zu Satan oder dem Widersacher werden.

In zwei weiteren Passagen, welche beide nach dem Exil verfasst wurden, ist Satan ebenfalls zu finden. Und zwar hier als Engel. Er dient hier als Ankläger der Menschen vor Gott.

Im Buch des Propheten Sacharja, das Ende des 6. Jahrhunderts vor Christus entstand, wie man vermutet, sieht der Prophet den Hohenpriester Josua vor Gottes Richterstuhl stehen. Satan befindet sich rechts von Josua, um ihm zu widerstehen und gegen ihn zu sprechen. Hier wird schon angedeutet, dass Satan ein übereifriger Ankläger ist. Denn er wird von Gott zurechtgewiesen, dass er einen rechtschaffenen Mann beschuldige.

In den ersten beiden Kapiteln des Buches Hiob wird Satan noch immer als Ankläger der Menschen dargestellt, dort zeigt er sich auch schon als außerordentlich böswillig. Die Söhne Gottes treten vor Jehova hin, und Satan gehört zu diesem Zeitpunkt noch zu ihnen. In geheimnisvollem Ton sagt Satan: "Ich habe das Land umher durchzogen." Jehova preist den Hiob als rechtschaffenen Menschen, Satan aber ist der Meinung, Hiob habe es leicht, Gott die Treue zu halten, solange er reich und glücklich ist. Um Hiob zu prüfen, erlaubt Gott dem Satan, Hiobs Kinder, seine Knechte und sein Vieh zu töten. Hiob jedoch weigert sich, Gott aus diesem Grund zu verfluchen und sagt mit gelassener Ruhe: "Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sei gelobt!"

Doch damit gibt Satan sich noch nicht zufrieden. Er meint: "Haut für Haut, und alles, was ein Mann hat, lasst er für sein Leben, aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an. Was gilt es, er wird dir ins Angesicht absagen."

Daraufhin wird Satan von Gott erlaubt, den armen Hiob mit Geschwüren zu plagen, die seinen ganzen Körper bedecken. Aber Hiob bleibt Gott trotzdem treu.

In dieser Geschichte ist Satan entschlossen, das Ansehen des Menschen Hiob vor Gott zu zerstören, und er ist verantwortlich für die Leiden Hiobs. Er handelt jedoch nur in dem Auftrag Gottes und glaubt, eine nützliche Funktion zu erfüllen. Satan beabsichtigt, die Schlechtigkeit, die im Menschen steckt, aufzudecken und ans Licht zu bringen.

Später ist man der Meinung, der böse Eifer Satans müsse Gott ebenso zuwider gewesen sein wie den Menschen.

Im 1. Buch Henoch, welches nicht im Alten Testament vorkommt, was aber die frühen Christen beeinflusst hat, treten verschiedene satanische Geister auf, denen der Zutritt zum Himmel verwehrt bleibt. Henoch hört die Stimme des Erzengels Phanuel, der die Teufel abwehrt und ihnen verbietet, vor dem Herrn der Geister zu erscheinen und die Bewohner der Erde anzuklagen.

Es gibt auch Engel des Strafgerichts, die mit den satanischen Geistern identisch zu sein scheinen. Man sieht sie Marterinstrumente für die Könige und die Mächtigen dieser Erde herstellen, die damit gepeinigt werden sollen. Diese Stellen stammen wahrscheinlich aus dem 1. Jahrhundert v. Chr.

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